Notizen von der vierten Open Source Monitoring Conference (OSMC)
Monitoring à la mode
Gute Ideen setzen sich durch. Das konnte man nicht zuletzt während der vierten Ausgabe der bewährten Nürnberger Monitoring-Konferenz bestätigt finden: Verteiltes Monitoring, Geschäftsprozessüberwachung, moderne Benutzeroberflächen – das sind nur einige der Trends, die sich nach und nach in jeder der verschiedenen Überwachungslösungen durchsetzen und deshalb in vielen Referaten auftauchten.
Geteilte Last ist halbe Last
Beispiel Lastverteilung: Eine einzelne Instanz für das Starten der Checks und die Verarbeitung der Rückgaben funktioniert in kleinen und mittleren Umgebungen tadellos. Muss man aber sehr viele Hosts überwachen – das haben viele schmerzlich mit dem klassischen Nagios gelernt – gelangt man mit dieser Architektur an eine Grenze. Moderne Entwicklungen wie etwa Shinken setzen deshalb von vornherein auf Lastverteilung: Jede der grundlegenden Aufgaben wie das Auslösen der Checks, das Abarbeiten von Plugins, die Benutzerbenachrichtigung und das Event-Handling oder die Rückgabeverarbeitung können hier auf jeweils beliebig viele Instanzen verteilt werden. Damit bewältigt Shinken in Benchmarks viermal so viele Checks wie der originale Nagios Core.
OpenNMS konnte Ähnliches schon immer. Zumindest für das Scheduling von Checks rüstet mod_gearman das im klassischen Nagios nach, und auch Icinga hat ein solches Konzept zumindest in der Schublade. Dort soll Zero-MQ das künftige Fundament verteilter Verarbeitung bilden (Abbildung 1).
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