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Sicherungsziel

Zunächst möchte Mondo wissen, wohin es seine Sicherung schreiben soll. »Net mount« nutzt ein NFS-Verzeichnis, »Hard disk« erzeugt eine Serie aus ISO-Images, die sich später auf CD brennen lassen. Sollen die Dateien direkt auf einen Rohling wandern, erkundigt sich Mondo noch, ob der Brenner die Burn-Proof-Technologie beherrscht. Die entsprechende Information halten das Handbuch des Geräts oder die Hersteller-Site bereit. Soll Mondo ISO-Images erzeugen, ist hingegen der Speicherort anzugeben.

Im nächsten Schritt wählt der Anwender den Kompressionsgrad der Sicherung. »Maximum« benötigt die wenigsten Datenträger beziehungsweise den geringsten Plattenplatz, dafür aber auch mehr Rechenzeit. Im Zweifel liefert »Average« einen guten Kompromiss. Wer ISO-Images erzeugen lässt, darf deren Größe wählen. Doch sollte der Admin hier darauf achten, unterhalb dessen zu bleiben, was der spätere Datenträger fassen kann. Soll Mondo ISO-Images erzeugen, die später auf eine reale CD passen, ist hier ein Wert von maximal 700 MByte einzutragen.

Anschließend ist den Images noch ein Dateiname zu verpassen. An ihn hängt Mondo automatisch noch die Nummer des Datenträgers an. Mit dem Präfix »serverbkp« und einer Sicherung aus zwei ISO-Images trägt beispielsweise das zweite den Dateinamen »serverbkp-2.iso« .

Jetzt ist das Verzeichnis anzugeben, dessen Inhalte Mondo sichern soll. Mehrere Ordner trennt jeweils ein Leerzeichen. Lautet der Pfad »/« , landet das komplette System im Archiv. Analog trägt der Admin im nächsten Schirm die Unterverzeichnisse ein, die er von der Sicherung »ausschließen« möchte. Andernfalls drückt er einfach die Eingabetaste. Grundsätzlich ignoriert Mondo »/tmp« und »/proc« .

Die Backup-Archive stellt das Werkzeug in einem temporären Verzeichnis zusammen, das im nächsten Schritt auszuwählen ist. Gewöhnlich kann der Admin die Vorgabe übernehmen. Gleiches gilt für das Scratch Directory, in dem die ISO-Images entstehen.

Besser prüfen

Abschließend bietet Mondo noch an, die erstellten Medien auf Fehler zu prüfen. Um nicht später eine unliebsame Überraschung zu erleben, sollte man hier die Möglichkeit nutzen und immer »yes« wählen. Das gilt insbesondere bei Rohlingen, die nicht unbedingt immer das behalten, was auf sie gebrannt wurde.

Die nächste Frage kann man in aktuellen Mondo-Versionen immer mit »yes« beantworten. Laut Entwickler wird sie ab Version 2.2.10 der Geschichte angehören.

Ein »Yes« gibt schließlich den Startschuss. Mondo erstellt jetzt zuerst eine Liste mit allen zu sichernden Dateien. Dann startet Mondo seinen Kollegen Mindi, der wiederum die Rettungsmedien erzeugt. Zum Schluss übernimmt wieder Mondo, das jetzt endlich alle Dateien archiviert und schließlich auf die Medien beziehungsweise in ISO-Dateien packt.

Wie lange die gesamte Prozedur dauert, hängt von der Anzahl der Dateien und der Rechenleistung des Computers ab. Bei einem kompletten Systembackup sollte der Benutzer aber mit mehreren Stunden rechnen. Auftretende Probleme protokolliert Mondo in der Datei »/var/log/mondoarchive.log« .

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