Die 12 besten Tricks für Windows Server 2012

© Jaroslav Machacek, 123RF

Schatztruhe

Anwender von Windows Server 2012 profitieren von zahlreichen Neuerungen, vor allem in den Bereichen Virtualisierung, Hochverfügbarkeit und Storage. Wir zeigen Ihnen einige Tricks, die den Umgang mit dem neuen System deutlich erleichtern.
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Während sich die Anwender noch um die Usability von Windows 8 streiten, müssen sich Administratoren Gedanken um die Nutzung von Windows Server 2012 machen, der entweder auch gekachelt daherkommt oder auf Wunsch auch ganz ohne GUI. Darunter hat die neue Windows-Server-Variante Schätze zu bieten, die die folgenden Tricks an die Oberfläche heben.

Server-Manager effizient nutzen

Bereits mit Windows Server 2008 R2 konnten Sie Server teilweise mit dem Server-Manager im Netzwerk verwalten. Das war allerdings nur sehr rudimentär möglich. So kann der Server-Manager in Windows Server 2008 R2 zum Beispiel keine Rollen über das Netzwerk installieren, und auch die Verwaltung der Serverrollen ist nicht sehr effizient gelöst. Hier ist Windows Server 2012 deutlich besser. In Windows Server 2012 ist es zum Beispiel möglich, Serverrollen und Features über das Netzwerk auf anderen Servern zu installieren (Abbildung 1).

Abbildung 1: Mit dem Server-Manager in Windows Server 2012 verwalten Sie alle Rollen und Features in einer übersichtlichen Oberfläche.

Den Assistenten zur Installation von Serverrollen und Features hat Microsoft zu einem einzelnen Assistenten zusammengefasst. So lassen sich diese einfacher und schneller installieren, da nur ein Installationsvorgang notwendig ist. Installierte Serverrollen und die entsprechenden Server zeigt der Server-Manager automatisch gruppiert an. Verwaltungswerkzeuge listet der Server-Manager direkt über das Tools-Menü an. Sie können das Toolsmenü sogar bearbeiten. Dazu finden Sie in der Systemsteuerung den Bereich »System und Sicherheit\Verwaltung« . Alle Verknüpfungen in diesem Bereich zeigt der Server-Manager im Menü »Tools« an. Sie können an dieser Stelle weitere Verknüpfungen hinzufügen, Verknüpfungen entfernen und sogar eine Ordnerstruktur erstellen. Um im Server-Manager in Windows Server 2012 weitere Server anzubinden, klicken Sie auf »Verwalten« und dann auf »Server hinzufügen« . Im Fenster können Sie anschließend nach Servern suchen, um sie im lokalen Server-Manager zu verwalten. Auf diesem Weg erstellen Sie auch eigene Servergruppen, die Sie im Server-Manager zusammenfassen. Von diesen Gruppen können Sie dann Ereignismeldungen anzeigen lassen. Sie können nur Serverrollen und -Features installieren, wenn Sie den entsprechenden Server vorher angebunden haben.

NIC-Teaming

Windows Server 2012 kann ohne Zusatzwerkzeug bis zu 32 kompatible Netzwerkkarten zu Teams zusammenfassen. Sie können während der Einrichtung auswählen, ob Sie einzelne Adapter im Team als Standby-Adapter nutzen wollen, also zur Ausfallsicherheit, oder ob Sie die Geschwindigkeit der Adapter zusammenfassen wollen, um die Leistung zu erhöhen. Sie können nur Ethernet-Verbindungen zu Teams zusammenfassen. Bluetooth oder WLAN gehören nicht zu den unterstützten Funktionen. Außerdem müssen alle Netzwerkkarten mit der gleichen Geschwindigkeit angeschlossen sein.

Um ein NIC-Team zu erstellen, starten Sie den Server-Manager, und klicken Sie auf »Lokaler Server« . Standardmäßig ist das Teaming deaktiviert. Um die Funktion zu aktivieren, klicken Sie auf den Link bei »Deaktiviert« . Anschließend öffnet sich ein neues Fenster. Hier sehen Sie im unteren rechten Bereich, welche Netzwerkadapter im Server kompatibel zum NIC-Teaming sind. Um ein Team zu erstellen, klicken Sie mit der rechten Maustaste in das Fenster bei »Adapter und Schnittstellen« und wählen »Zum neuen Team hinzufügen« . Über den Link »Weitere Eigenschaften« können Sie zusätzliche Einstellungen vornehmen, um das NIC-Team zu konfigurieren. Windows Server 2012 verwendet als MAC-Adresse des Teams die MAC-Adresse der primären Netzwerkkarte. Auch Core-Server unterstützen NIC-Teams. Hier können Sie die Einrichtung entweder über den Server-Manager von einem anderen Server aus durchführen, oder Sie verwenden die Powershell.

In der Powershell können Sie sich mit dem Befehl »Get-NetAdapter« die einzelnen möglichen Team-Adapter anzeigen lassen, und mit »Enable-NetAdapter« beziehungsweise »Disable-NetAdapter« einzelne Adapter aktivieren oder deaktivieren.

Alle Commandlets für die Verwaltung von NIC-Teams lassen Sie sich mit »Get-Command -Module NetLbfo« anzeigen. Um ein neues Team zu erstellen, verwenden Sie das Commandlet »New-NetLbfoTeam Teamname Netzwerkkarten« . Die Netzwerkkarten werden hierbei durch Kommas getrennt aufgeführt. Windows Server 2012 entfernt die IP-Bindung von den physischen Netzwerkkarten und verbindet sie mit dem neuen virtuellen Adapter, den der Assistent für das Team erstellt. Sie sehen den Status des Teams, wenn Sie im Server-Manager in der Kategorie »Lokaler Server« bei »NIC-Teamvorgang« auf den Link »Aktiviert« klicken (Abbildung 2).

Abbildung 2: Anzeigen des Status des NIC-Teamings.

Werden das Team und die verbundenen Karten als »Aktiv« gekennzeichnet, passen Sie die Netzwerkeinstellungen des Teams an. Dazu rufen Sie die Adaptereinstellungen auf, indem Sie »ncpa.cpl« auf der Startseite eingeben. Hier sehen Sie das neue Team. Sie können auf Hyper-V-Hosts mehrere virtuelle Switches auf Basis der verschiedenen physischen Netzwerkkarten erstellen und innerhalb von virtuellen Servern dann NIC-Teams erstellen. Diese verwenden die einzelnen virtuellen Switches des Hyper-V-Hosts als Grundlage.

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